Qualitätssicherung

Eine Definition

Was ist eigentlich Qualitätsmanagement?
Qualitätsmanagement (QM) faßt alle Maßnahmen zusammen, die der Verbesserung von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen dienen. Viele Branchen schreiben QM mittlerweile vor. Im Personal Training, einer Dienstleistung für oder am Menschen, ist QM eine freiwillige Angelegenheit, die dem Kunden/Klienten eine geprüfte Qualität signalisiert. Inhalte des Qualitätsmanagements sind die Optimierung von Kommunikationsprozessen, Lösungsstrategien und die Erhaltung oder Steigerung der Zufriedenheit von Kunden/Klienten. Qualität beschreibt das Ausmaß an Übereinstimmung von Anforderungen und Erwartungen an ein Produkt oder einer Dienstleistung.

Qualitätszertifizierungen z. B. nach der ISO-Norm sagen demnach nichts über die eigentliche Produktqualität selbst aus, sondern nur über das Qualitätsmanagement im Rahmen des Herstellungs- bzw. Umsetzungsprozesses eines Produktes oder einer Dienstleistung. Auf Personal Training gemünzt bedeutet das: Qualitätsmanagement beurteilt nur, ob sich ein Personal Trainer oder eine Personal Trainer-Ausbildung innerhalb qualitativer Rahmenbedingungen bewegt, die in einem Kriterienkatalog festgeschrieben stehen. Qualitätskriterien an ein Produkt oder eine Dienstleistung werden von Branchenexperten zusammen gestellt und können sich je nach Marktentwicklung verändern. Das heißt: eine Norm befindet sich im ständigen Fluß. Sobald neue Qualitätskriterien an einen Beruf wie dem des Personal Trainer gestellt werden, muß der Kriterienkatalog angepaßt werden. Deshalb spricht man auch von einem Prozeß. Qualität entwickelt sich ständig weiter.

Im Personal Training muß zwischen einer Zertifizierung von Personal Trainern selbst und einer Zertifizierung von Personal Trainer-Ausbildungen unterschieden werden. Zur Zertifizierung von Personal Trainern entwickelte der BPT e.V. in Zusammenarbeit mit dem VAPT e.V. das TÜV Siegel für Personal Trainer.

Was ist eine anerkannte Personal Trainer-Ausbildung?

Das Berufsbild des Personal Trainers ist nicht geschützt. Prinzipiell kann sich jeder Personal Trainer nennen – vom Sportwissenschaftler bis zum Sportlaien. Der Bundesverband fördert nicht die Entwicklung einer staatlich anerkannten Ausbildung oder irgendeine Form der Verstaatlichung. Dieser innovative Beruf lebt von seinem freiheitlichen Grundgedanken und der Kreativität von Trainern, Therapeuten und Beratern in der Fitness, Wellness- und Gesundheitsbranche. Staatliche Reglementierungen würden diese Freiheitsgrade unnötig einschränken. Aufgrund dessen setzt der BPT e.V.auf ein bewährtes Qualitätsmanagement für Personal Trainer (QGPT) und davon unabhängig ein QM für Ausbildungsunternehmen der Fitness- und Gesundheitsbranche.  
Eine vom Bundesverband Personal Training anerkannte Ausbildung bereitet den Neueinsteiger gezielt durch das Expertenwissen und die Erfahrungen der jeweiligen Lehrgangsleiter auf einen noch jungen Beruf vor, der geprägt ist von unternehmerischen Handeln. Im Sinne einer hochwertigen One-to-one-Betreuung zielen vom BPT e.V. anerkannte Ausbildungen auf eine marktorientierte Umsetzung individueller Fähigkeiten. Sie verfolgen somit nicht das primäre Ziel, dem Personal Trainer eine Lizenzierung zu verkaufen.

Welche Kriterien erfüllen anerkannte Bildungsunternehmen?

Aus diesem Grund entwickelte ein Expertengremium 2006 einen Kriterienkatalog für interessierte Bildungsunternehmen, die ihr Konzept vom BPT e.V.  anerkennen lassen können. Auch hier verfolgt der BPT e.V den Anspruch, die Kreativität der Ausbildungsunternehmen nicht einzuschränken. Der Kriterienkatalog sieht einen Pflichtteil vor, der vom anerkannten Bildungsanbieter gelehrt werden muß und einen Optionsteil, wo jedes Bildungsunternehmen seine eigene Philosophie verfolgen kann. Aus diesem Grund existieren PT-Ausbildungen, die ihre Inhalte auf die Vorbereitung der Freiberuflichkeit fokussieren, während andere umfangreiche bewegungs- und ernährungsorientierte Themen integrieren. Der angehende Personal Trainer wählt somit aus einem breiten Spektrum an Ausbildungen das für ihn passende Konzept aus. Jedes anerkannte Ausbildungsunternehmen verpflichtet sich mit der Akzeptanz des Pflichtteils, die für diesen Beruf existentiellen Inhalte zu lehren. Zuwiderhandlungen führen zum Verlust der Anerkennung.


Eine Anerkennung im Rahmen eines Qualitätsmanagements ist ein Prozeß. Die Qualität einer Dienstleistung unterliegt marktorientierten Veränderungen. In sich schnell verändernden Märkten wie im „Zweiten Gesundheitsmarkt“, müssen die Kriterien neuen Marktbedingungen angepaßt werden. Anerkannte Bildungsunternehmen verpflichten sich zudem, ihre Inhalte den sich verändernden Bedingungen in der Dienstleistung Personal Training gemäß den Vorgaben des BPT e.V. anzupassen.
Eine Ausbildung zum Personal Trainer liefert interessierten Trainer, Therapeuten und Beratern die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Markteintritt. Anerkannte Bildungsunternehmen garantieren Neueinsteiger nicht, daß die Ausbildung zum Personal Trainer Markterfolg, Existenzsicherung oder gar Umsätze liefert. Jeder Einzelne ist selbst für seinen Markterfolg verantwortlich.

Jens Freese (Referatsleiter Ausbildung & Lehre)

Aktuelles

Du willst ein Forum zum diskutieren?
Folge dem Link ...

mehr

Mitglied werden

bringt viele Vorteile: juristische und betriebswirtschaftliche Beratung, den fachlichen Austausch mit anderen Trainern …

mehr

Rechtsberatung

Mitglieder des BPT e.V.  können eine kostenlose Rechtshotline in Anspruch nehmen.

mehr